Chicken Curry PfanneEin schnelles Chicken Curry ist in der indischen Küche eher nicht denkbar. Es sei denn es wird mit den Schnellkochtopf gekocht, denn das macht man in Indien schon seit Ewigkeiten. Er wurde und er wird immer noch bis heute in fast jeden Haushalt verwendet. Natürlich wird aber in den Restaurant Küchen oder auch an den Dhaba’s nur ohne den Schnellkochtopft gekocht. Dieses ergibt sich schon aus der Menge heraus, die ja gekocht wird.

Noch vor etwa 10 Jahren war es undenkbar, nur eine Hähnchenbrust zu kaufen, es gab NUR ein ganzes Huhn zu kaufen. Das wurde dann live gschlachtet und die die Federn samt Haut abgezogen. Das ist auch heute noch so, aber inzwischen gibt es auch das Filet oder die Schenkel extra zu kaufen. Das frisch geschlachtete Huhn mußte man dann erstmal einen Tag im Kühlschrank lassen, um es dann am nächsten Tag zuzubereiten. Das typische Indische Chicken Curry ist immer mit Knochen gekocht. Dafür wurde es dann gleich beim Kaufen in kleine Teile gehackt. Alle Teile wurden verwendet. Ein Großteil der Inder ist der Meinung das man zu Hause kein Hähnchen teilen kann.

Die Kleine Geschichte dazu: Wir selbst hatten mal in Indien Köche angagiert die eine Feier ausrichten sollten. Natürlich sollte es auch Chicken Curry geben. Die Hähnchen wurden damals im Ganzen geliefert. Alle waren völlig nervös, wie man jetzt die 40-50 Hühner in die Teile für ein Chicken Curry nun bekommt, da kein Hackmesser inklusive Hackbrett da war. Nur so wäre er in der Lage gewesen die Hähnchen zu teilen. Zum Glück war ja Tollu da und wie die gestaunt haben als er die Hühner geteilt hat, von der Geschwindigkeit ganz abgesehen. Es wird heute noch davon gesprochen….

Nun unser schnelles Chicken Curry ist ohne Knochen – Es grüßt die Filet Gesellschaft.

Curry PasteWie immer beginnt man mit reichlich Zwiebeln – in Würfel geschnitten, Ingwer – ganz klein gewürfelt und etwas Knoblauch, das wird in Fett angebraten und glasig angedünstet. Nun kommt das kleine Helferlein, eine fertige Curry Paste dazu. Diese bekommt man in den indischen oder auch asiatischen Märkten. Dabei gibt es auch verschiedene Geschmacksrichtungen, bei unserer heute – EXTRA HOT reicht ein Teelöffel für unsere abgebildetet Menge in etwa aus. Vergessen sie nicht noch etwas zu salzen, nur nicht zuviel, da ja schon etwas Salz auch in der Paste ist.

Jetzt gibt man das Fleisch, das in feine Streifen geschnitten ist dazu. Nun sollte das Fleisch etwas anbraten, immer wenn die Flüssigkeit fast eingebrannt ist, gibt man einen Schwupp Wasser zu. Das wiederholt man einige Male. Jetzt sieht man schon die enstehende Soße und es duftet schon so richtig “indisch” in der Küche.

Geben sie dann noch geschälte Tomaten (auch Tomaten Püree oder Tomatenmark geht) dazu. Verühren Sie alles und giessen Sie noch etwas Wasser auf. Deckel drauf und schon muß man nur noch warten bis das Fleisch gar ist und durchgezogen ist.

Es ist nun nicht die Klassische Art, aber es wird schon sehr lecker. Vorallem geht es ja schnell.

Etwas länger dauert dann das Fladenbrot, zumindest für ungeübte Menschen. Die Inderin macht das mal so nebenbei und in einer Geschwindigkeit die seines Gleichen sucht. Dabei sieht dann noch ein Fladenbrot wie das andere aus und ist richtig kreisförmig! NUN es ist eben wie es ist, ÜBUNG macht den Meister.

Das Fladenbrotmehl wird nur mit kalten Wasser angerührt und dann immer solange ein wenig Wasser zugegeben bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist, dabei sollte er aber niemals klebrig werden.

Man legt das ganz dünn ausgerollte Fladenbrot dann in die Trockene Pfanne und backt es zuerst von einer Seite an, dann dreht man es und drückt dabei mit einem Tuch oder auch Küchenkrepp da Fladenbrot am Rand auf den Pfannenboden. Dabei blässt sich das Brot im besten Fall auf. Es sieht dann fast aus wie eine Kugel. Das ist ein perfektes Zeichen, dann ist es Ihnen gut gelungen. Es fällt zwar wieder zusammen aber durch das aufblähen entsteht so richtig heißer Dampf im Brot der es optimal gar macht.

Ich wünsche auf jeden Fall viel Glück beim Ausprobieren, im Notfall kann man ja auch noch etwas Reis machen, falls das Fladenbrot nicht werden will 🙂

Teller Chicken Curry